Addiction Crew - Break In Life
Die in der Bandinfo gezogenen Vergleiche zu Linkin Park und Evanescene lassen schon grausames vermuten. Da die Platte jedoch bei den Krachspezialisten Earache erscheint war ich etwas irritiert. Bereits im ersten Song werden jedoch meine dunkelsten Vorahnungen bestätigt. Hier gibt es kalkulierten MTVIVA-Rock der übelsten Sorte. Die Band verarbeitet tief gestimmte Nu-Metal Riffs mit elektronischen Elementen, dazu gibt es einen Rapper und eine Sängerin mit Engelsstimme. Die Songs sind alle nach simplen und vor allem vorhersagbaren Strukturen aufgebaut. Die gehen gut ins Ohr und auch genauso schnell wieder raus. Handwerklich kann man keinen Vorwurf machen. Das Wechselspiel aus hart und melodisch klappt prima und Sängerin Marta verfügt in der Tat über eine sehr gute Stimme. Alle Songs haben das Zeug dazu bei MTVIVA hoch und runter gespielt zu werden und die Songs von Linkin Park und Evanescene zu ersetzen. Merken würde man das vermutlich lediglich daran, dass dann andere Gesichter im Video zu sehen wären. Selbst da müsste man genau hinsehen. Addiction Crew fehlt es schlicht an einer eigenen Identität. Die haben sie zugunsten glatten Hits aufgegeben. Das Ganze könnte sehr erfolgreich werden und schließlich genauso nerven wie die Vorbild-Bands. (rg)




