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Ihr neuestes Album "The Beyond" ist ein echtes Lehrstück in Sachen Noisecore und dürfte die Band aus Schweden bald in die obere Liga dieser Spielart katapultieren. Grund genug der Band mal ein bisschen auf den Zahn zu fühlen. Das folgende Interview wurde per Email geführt.

Kannst du erst mal die Band vorstellen und etwas aus eurer Geschichte erzählen?

Cult of Luna sind sechs Individuen aus Umea/Skelleftea im schwedischen Norden die sich mit Musik durchs Leben schlagen. Wir spielen zusammen seit 1998, als die meisten von uns noch Kids waren. Aber die Vision von dem was wir tun wollten war damals schon vorhanden. Also haben wir gekämpft, geprobt, Demos aufgenommen und ab und zu auch Live gespielt. Ein Song wurde auf einer Split-7" mit unseren Freunden Switchblade aus Stockholm veröffentlicht. Duncan von Rage of Achilles hat uns 2000 auf einem Festival in Skellefteå gesehen und unser erstes Album wurde noch im selben Jahr aufgenommen. Von da an ging es einfach weiter, wir haben Kontakte zu Hydrahead und Earache geknüpft.

Wie würdest du eueren Sound in deinen eigenen Worten beschreiben?

Heavy, runtergestimmt und atmospherisch.

Wie unterscheidet sich euer neues Album "The Beyond" von euere früheren Veröffentlichungen?

Es unterscheidet sich auf viele Arten von unseren älteren Sachen. Hauptsächlich weil wir bei dieser Session mehr Zeit und Möglichkeiten hatten die wir bei früheren Aufnahmen nicht hatten. Wir konnten in einem großartigen Studio arbeiten und konnten örtliche Musiker einladen. Das Ergebnis ist ein Sound mit dem wir rundum zufrieden sind. Das letzte Album hatte ein recht kleines Budget verglichen mit "The Beyond", also denke ich mal, dass wir uns deshalb mehr ins Zeug gelegt haben. Es gibt auch einige Unterschiede bei der Art wie dir Songs aufgebaut sind. Sie sind beispielsweise viel dynamischer. Die Leute die das alte Album mochten werden dieses hoffentlich noch mehr mögen.

Wie schreibt ihr eure recht epischen Songs?

Es fängt entweder mit einer Idee für ein Arrangement oder ein paar Gitarrenriffs an. Dann probieren wir für gewöhnlich verschiedene Dinge aus wenn wir alle Versammelt sind. Darüber denken wir dann zwei bis drei Wochen nach und versuchen es später noch mal vielleicht mit neuen Ideen. Das bleibt dann in Johannes und meinem Kopf und wir nehmen es dann für unseren Drummer Marco auf der sich dann einen Drumbeat einfallen lässt.

Welche Rolle spielen dabei die Samples?

Die Samples werden manchmal nachträglich hinzugefügt wenn der Song schon fast fertig ist. Aber es gibt auch Songs die auf einem bestimmten Sample oder Gefühl aufbauen. Die Samples sind auf jeden Fall ein Teil des Songwritings.

Was inspiriert euch für die Musik?

Das sind...Musik, Bilder, die Umgebung, Filme und natürlich das Leben selbst. Oft versuchen wir Gefühle und Stimmungen einzufangen.

Worum geht es in euren Texten? Gibt es eine bestimmte Message die ihr transportieren wollt?

Ja, es gibt auf jeden Fall so eine Art Hauptthema, aber ein Teil der ganzen Idee ist es, dass wir es den Hörer überlassen wollen sie herauszufiltern. Wir wollen schon auf etwas hinweisen.

Auffällig viele innovative Bands wie Meshugga, Refused oder Breach stammen aus Schweden. Woran glaubst du, liegt das? Ist bei euch vielleicht etwas im Wasser das die Leute zu guten Musikern macht?

Du glaubst also wir sind gute Musiker, richtig? Nun, die anderen Bands die du erwähnt hast sind das vielleicht, aber Cult of Luna.....ich weiß nicht. Ich denke wir finden das nicht besonders wichtig. Aber trotzdem vielen Dank. Ein Grund warum es so viele Bands hier oben gibt ist, dass Musik zu machen eine gute Art ist etwas bedeutungsvolles zu machen. Die Leute hier machen entweder Musik, Sport oder betrinken sich einfach nur. Skellefteå (von wo 3/6 der Band ursprünglich stammen) ist eine wirklich gute Stadt um Musik zu machen. Die Leute helfen sich gegenseitig. Das Wasser ist in der Tat sehr gut.

Seit ihr zufrieden mit eurem Label Earache? Andere Bands wie Bolt Thrower oder Napalm Death haben ja kein gutes Haar an ihnen gelassen.

Wir sind mit Earache zufrieden. Verhandlungen die vier Monate gedauert haben, führten zu einem Vertag der kaum besser für uns sein könnte. Hoffentlich leisten sie gute Arbeit. Ich weiß nicht ob eine der Bands die du erwähnt hast die Hilfe hatten die wir haben.

Was war ein Einfluss für euch?

Wir kommen alle aus der Hardcore Szene, das ist die Musik die unsere Wirbelsäule bildet. In den letzten Jahren gab es viel Wüstenrock und auch etwas Doom und Black-Metal. Aber harte Musik sind nicht unsere einzigen Einflüsse. Auch Acts wie Johnny Cash, Spain, Sigur Ros und B.R.M.C. gehören dazu.

Wie sehen eure Zukunftspläne aus?

Im Moment sind unsere Pläne so viel wie möglich zu touren. Wir haben bereits ein paar Shows gebucht. Danach wollen wir zurück ins Studio um unser nächstes Album einzuspielen. Wir haben schon begonnen an neuen Songs zu arbeiten.

Hast du noch letzte Worte?

Hoffentlich sehen wir uns bald.

Das Interview wurde von Rolf Gehring geführt.

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