Lemuria - The Distance Is Too Big
Lemuria aus Buffalo konnten vor zwei Jahren bereits mit ihrem Bridge Nine Debüt “Pebble†Sympathiepunkte in der Pop-Punk Szene sorgen. Jetzt legt die Truppe um Frontfrau Sheena Ozzella ihr neues Album vor. Geboten wird einmal mehr seltsam verschrobener Indie-Rock/Pop-Punk mit reichlich Nerd-Charme. Dreh und Angelpunkt ist sicherlich die zarte aber keineswegs schwache Stimme von Ozzella. Unterstützt wird sie am Mikro auch von Drummer Alex Kern. Im direkten Vergleich mit dem Vorgänger wirken die neuen Songs noch eine ganze Ecke schrulliger und eigensinniger. Das macht einerseits den Charme der Band aus, führt aber andererseits dazu, dass die Ohrwurmqualitäten der Tracks sehr viel geringer sind. Die Band steckt voller Ideen und setzt diese konsequent um. Das füllt die Songs mit schrägen Rhythmen, verschrobenen Riffs und seltsamen Gesangslinien. Lemuria sind so ein echtes Unikat aber eben auch nicht gerade leicht zugänglich. Einige Perlen sind auf dem neuen Werk durchaus zu finden, insgesamt kommt das Album aber nie so richtig in Fahrt und man ist geneigt auch mal weiter zu skippen. Wer auf nerdigen Power-Pop steht und das letzte Werk der Band im Regal stehen hat, sollte trotzdem auch „The Distance Is Too Big“ eine Chance geben. (rg)




