The Black Dahlia Murder - Everblack
Mit ihrem fünften Album “Ritual” haben sich The Black Dahlia Murder endgültig in die vorderste Front der internationalen Death-Metal Szene katapultiert. Ihr bisher erfolgreichstes Album zeigte die Band so ausgereift wie nie zuvor. Nach einem solchen Album ist es natürlich schwer, noch eins drauf zu setzen. Und um es gleich vorweg zu nehmen, das ist den Jungs aus Detroit mit „Everblack“ auch nicht gelungen. Die Band steht für hyperschnellen, technischen Death-Metal, der trotz aller Härte auch eine Vorliebe für Melodien aufweist. Dass The Black Dahlia Murder in diesem Metier über alle Zweifel erhaben sind, haben sie immer wieder bewiesen. Hier macht „Everblack“ keine Ausnahme. Die zehn neuen Songs zeigen eine Band, die wieder etwas brutaler und weniger zugänglich wirkt als auf dem Vorgänger. Die Tracks wirken weniger am Reißbrett entworfen, sondern wieder spontaner und wilder. Das mag auch daran liegen, dass viele der Soli erst im Studio improvisiert wurden. Diese sind oft überraschend entspannt, was „Everblack“ einen unerwarteten Anstrich verleiht. Ansonsten bleibt sich die Band absolut treu und erfindet sich keinesfalls neu. Daran ändern auch die Neuzugänge im Lineup nichts. Diese erledigen ihren Job sehr souverän. Insbesondere der 23-jährige Drummer Alan Cassidy (ex- Abigal Williams) scheint ein echter Glücksgriff zu sein. Auf „Everblack“ bekommt man The Black Dahlia Murder in Reinform zu hören. Das ist melodischer Death-Metal auf allerhöchstem Niveau, sowohl technisch als auch energetisch. Große Überraschungen bleiben aus und an den übergroßen Vorgänger kommt „Everblack“ nicht ganz heran. Fans müssen trotzdem zugreifen. (rg)




