The Black Dahlia Murder - Ritual
Spätestens mit ihrem vierten Album „Deflorate“ haben The Black Dahlia Murder bewiesen, dass sie keinesfalls nur eine weitere Hype Band sind, sondern eben eine feste Größe im internationalen Extrem-Metal. Jetzt liegt das fünfte Album der Band aus Detroit vor, mit dem sie ihren guten Ruf weiter untermauern. Doch die Band beschränkt sich nicht allein darauf, ihren bekannten Sound zu reproduzieren. Stattdessen nehmen sie ihre bekannten Trademarks, komprimieren sie auf die Essenz der Band und trauen sich zusätzlich über den Tellerrand zu blicken. So ist „Ritual“ ein einerseits sehr kompaktes und fokussiertes Album geworden, andererseits aber auch recht vielfältig und abwechslungsreich. Auffällig ist, dass zwischen all dem High-Speed Geballer deutlich mehr Melodien zu finden sind als das selbst bei „Deflorate“ der Fall war. Diese mindern aber keinesfalls die Durchschlagskraft der Platte, sondern erweitern das Spektrum. So sind die neuen Songs eingängiger als je zuvor ausgefallen, ohne dass auch nur im Ansatz von Ausverkauf die Rede sein könnte. Auch auf Abwechslung wurde offensichtlich viel Wert gelegt. „A Shrine To Madness“ und „Moonlight Equilibrium“ sind gewohnte Hochgeschwindigkeits-Nackenbrecher, während „On Stirring Seas Of Salted Blood“ sich eher im mittleren Tempobereich abspielt und ein Old-School Death-Metal Flair bekommt. Immer wieder geht die Band vom Gaspedal und öffnet die Songs für Atmosphäre und Melodie. „Ritual“ ist somit eine extreme Metal Scheibe, die schon nach wenigen Durchläufen ihr Suchtpotential entfaltet. So zeigt „Ritual“ eine weiter gereifte Band, welche die hohen Erwartungen scheinbar mühelos erfüllen kann. (rg)




