Betontod - Entschuldigung Für Nichts
Betontod reiten offensichtlich auf einer Erfolgswelle. Ihr letztes Album „Antirockstars“ brachte ihnen immerhin Platz 28 in den Charts ein. Die Band legt mit „Entschuldigung Für Nichts“ auch gleich ein weiteres Album nach, auf dem sie ihrem Stil absolut treu geblieben ist. Dieser hat seine Wurzeln im Punk, ist inzwischen aber deutlich gezähmt im traditionellen Rock aufgegangen. Kernige Riffs, treibende Drums und die raue Stimme von Frontmann Oliver Meister bilden die Eckpfeiler des Sounds. Es gelingt der Band heute noch ein Stück besser, in den Songs auf den Punkt zu kommen, Druck zu machen und gleichzeitig ein hohes Maß an Eingängigkeit zu halten. Schnell hat man sich den einen oder anderen Ohrwurm eingefangen. Die Songs sind simpel gestrickt, aber trotzdem vielfältig und ideenreich. Die Produktion, diesmal von Vincent Sorg, ist großartig, sehr transparent und druckvoll. Die Schwäche der Band sind allerdings einmal mehr die recht flachen und plakativen Texte, wobei aber auch hier eine Verbesserung zum Vorgänger festzustellen ist. Literarische Meisterleistungen darf man aber nicht erwarten. Wer auf deutsche Rockmusik steht, macht bei dieser Platte nicht viel falsch. (rg)




