Betontod - Antirockstars
Betontod gehören seit Jahren zum festen Bestandteil der deutschen Punk Szene. Inzwischen bringt es die Band aus Rheinberg auf gut 20 Jahre und mit „Antirockstars“ liegt das fünfte Album vor. Das letzte Album landete auf Platz 89 der Charts und in diesem Jahr durfte man beim Wacken Open Air auftreten. Mit dem neuen Album dürfte die Band wohl relativ locker weiter auf der Erfolgswelle reiten können. Leider ist erfolgreiche Musik nicht immer die gehaltvollste. Für filigrane und tiefsinnige Texte war die Band zugegebenermaßen noch nie bekannt, auf „Antirockstars“ erreicht man aber nahezu Schlager-Niveau. Da wird Aussage schon mal zugunsten simpler Reime geopfert und Ideenlosigkeit mit Plattitüden kaschiert. Fremdschämen inklusive. Wer darüber hinweg sehen kann, bekommt einen bunten Strauß hymnischer Punk Songs, die schnell ins Ohr gehen und schnell mitgegrölt werden können. Die rauen Vocals passen prima zu dem mal eher am Punk, mal am Rock und auch mal latent am Metal (inkl. Judas Priest Zitat) orientierten Sound. Auch die druckvolle Produktion kann sich sehen lassen. Abgesehen von dem lyrischen Niveau kann man den Jungs also kaum Vorwürfe machen. Etwas unglücklich ist, dass man sich aufgrund stilistischer Ähnlichkeiten (Rock, Deutsch, raue Stimme, platte Texte) manchmal an eine gewisse Frankfurter Band erinnert fühlt. Wobei hierfür natürlich eher die Hörer als die Musiker was können… trotzdem doof. (rg)




