Dragged Into Sunlight - Hatred For Mankind
Dragged Into Sunlight aus Liverpool veröffentlichten dieses Album bereits 2009 über Mordgrimm Records. Damals war sich die Szene zwar einig, dass die Band etwas ganz besonderes ist, beschwerte sich aber auch über die schreckliche Soundqualität. Jetzt erscheint das Album erneut über Prosthetic Records und wurde von der Band zusammen mit Produzent Billy Anderson (Neurosis, EyeHateGod) neu eingespielt. Nun klingen die Songs deutlich besser, haben aber nichts von ihrer düsteren, rohen Aura eingebüßt. Die Aufnahmen scheppern und knarzen noch immer gewaltig. Für Klangpuristen ist der verschrobene Soundbrei nach wie vor nichts. Doch genau dieser Sound passt zur Band wie die Faust aufs Auge. Stilistisch sitzen Dragged Into Sunlight irgendwo zwischen den Stühlen des Black-Metal, Sludgecore und Doom. Alles ist sehr düster, kühl und boshaft. Dragged Into Sunlight knüppeln mit Blastbeats alles in Grund und Boden, gehen dann aber wieder mit nervenzerfetzender Langsamkeit zur Sache. Mal bedrohlich leise, mal unbarmherzig brutal. Die Band schafft es eine dichte Atmosphäre zu erschaffen. Eingespielte Samples werden benutzt um diese weiter zu untermauern. Die Songs haben nicht selten Überlänge und insbesondere der fast zwölfminütige Track „I, Aurora“ vereint alle Aspekte der Band auf atemberaubende Weise. Wer auf Bands wie Wolves In The Throne Room oder EyeHateGod steht, sollte sich unbedingt auch Dragged Into Sunlight zu Gemüte führen. (rg)




