Omega Massif - Geisterstadt + Kalt
Nicht nur der Bandname klingt wie ein Berg, auch der Sound der Truppe aus Würzburg verhält sich wie ein Gebirge. Zum einen sind da die engen Schluchten. Links und rechts türmen sich steile Felswände auf, es kommt kaum Licht durch und es ist kalt. Es gibt moderate aber stetige Anstiege und schließlich entlohnt der Gipfel mit einer prächtigen Aussicht. All das und viel mehr gibt es auf dem Debüt von Omega Massif in vertonter Form zu hören. Die Band, die rein instrumental zu Werke geht, arbeitet mit sperrigen Riffs und schleppenden Beats ebenso wie mit anschwellenden Spannungskurven und auflockernden Melodien. Musikalische Gemeinsamkeiten mit Bands wie Pelican und Isis sind natürlich nicht von der Hand zu weisen, Omega Massif erschaffen sich aber ihre ganz eigenen Klangwelten. Die überlangen Songs werden nicht als solche erkannt, da die Band es hervorragend schafft, eine dichte Atmosphäre zu erschaffen, die auch noch über genügend Abwechslung verfügt. Mal gibt sich die Band sehr düster und beklemmend, dann wieder opulent und dramatisch. Die epischen Songs sind packend arrangiert, immer wieder setzen die Jungs gekonnt Akzente. Ihr Debüt „Geisterstadt“ ist sicherlich kein Album zum nebenher hören und auch alles andere als leicht verdaulich. Wer aber auf düsteren, atomsphärischen Sound steht, bekommt hiermit ein echtes Highlight geboten. Die Produktion ist top, das Artwork hübsch. Was will man mehr? Vielleicht noch das erste Demo „Kalt“. Kein Problem, das ist bei der CD Version mit dabei. (rg)




