Pathology - Legacy Of The Ancients
Pathology sind im Death Metal Underground keine Unbekannten mehr. Die Band wurde 2006 von Drummer Dave Astor (ex-The Locust, ex-Cattle Decapitation) und Frontmann Matti Way (ex-Disgorge) gegründet. Seitdem veröffentlichte die Band bereits drei Alben. Ihr neuestes Werk erscheint nun bei Victory Records, die damit wohl den Deathcore Markt bedienen wollen. Der sollte sich über dieses Release freuen, auch wenn der Stil der Band deutlich stärker im traditionellen Death-Metal verwurzelt ist, passen sie doch perfekt in die Gesellschaft von Bands wie Job For A Cowboy, Whitechapel oder Suicide Silence. Die Band erinnert eher an frühe Death-Metal Pioniere wie Mortician, Suffocation oder Broken Hope. Entgegen dem Trend, den Sound immer technischer klingen zu lassen, gehen Pathology den direkten Weg. Ohne Schnörkel und Rücksicht auf Verluste fährt die Band ein knallhartes Brett. Hyperschnelle Blastbeats treffen auf rasiermesserscharfe Grooves. Die ultratiefen Vocals hört man in dieser Form absolut selten und können sich mit Death Metal Großmeister Chris Barnes (Six Feet Under, ex-Cannibal Corpse) locker messen. Die Vocals sind übrigens absolut unverständlich und werden hier eher als Instrument eingesetzt. Pathology schaffen es, ihre Songs trotz aller Direktheit und Brutalität abwechslungsreich zu gestalten. Immer wieder wird das Tempo variiert und unerwartete Breaks eingebaut. Trotzdem kommt es über die gesamte Albumdauer zu Abnutzungserscheinungen. Die Jungs schaffen es aber trotz der deutlichen Referenzen zu den frühen Bands der obersten Härteliga durchaus zeitgemäß zu klingen. „Legacy Of The Ancients“ ist ein Album, auf das sich sowohl Old-School Fans als auch Deathcore Anhänger einigen können. (rg)




