Pathology - Awaken To The Suffering
Im letzten Jahr veröffentlichten Pathology ihr Album “Legacy Of the Ancients†überraschend bei Victory Records, die ja nicht unbedingt Spezialisten in Sachen Death-Metal sind. Schon jetzt erscheint das nächste Album der Band um ehemalige Mitglieder von Cattle Decapitation und The Locust. Die Jungs sind ihrem Stil durchweg treu geblieben. Das bedeutet im Fall der Band aus San Diego absolut kompromisslosen Death-Metal/Grindcore der allerbrutalsten Art. Meist in oberen Temporegionen werden recht simple aber effektive Schädelspalter Riffs aufgefahren, hier und da gibt es ein wildes Solo und die absolut unverständlichen Vocals sind eine reine Grunz bzw. Squel Orgie. Das hatte auf “Legacy Of the Ancients†noch durchaus seinen Charme und machte Spaß anzuhören. Für das neue Album scheint der Band allerdings etwas die Puste ausgegangen zu sein. Vielleicht sind mit den zahlreichen Änderungen im Line-Up auch einige Ideengeber aus der Band ausgeschieden. Der direkte Vorgänger wirkte deutlich frischer, kraftvoller und vor allem abwechslungsreicher als das aktuelle Album. Das neue Material verliert schon nach recht kurzer Zeit an Faszination und wird, obwohl die Truppe vor allem in Sachen Tempo oft variiert, recht schnell zum Einheitsbrei. Auch wirken die Songs deutlich stumpfer. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass die Vocals oft in der Produktion unterzugehen scheinen und meist nicht mehr als ein monoton-gurgelndes Röcheln zu hören ist. Das war zwar beim Vorgänger schon ähnlich, trotzdem hatte man hier noch den Eindruck, dass irgendwann einmal zumindest eine Art Text zugrunde lag. Wobei sich die kraftvolle Produktion von Tim Lambesis ansonsten durchaus sehen lassen kann. Die Scheibe hat ihre starken Momente, die sind aber weit und rar gesät. Wer auf extremsten Death-Metal bzw. Deathgrind steht, kann trotzdem ein Ohr riskieren. Ich hätte mir angesichts des doch ganz passablen Vorgängers deutlich mehr erwartet. (rg)




