High On Fire - Snakes For the Divine
Mit ihrem letzten Werk “Death Is This Communion” haben High On Fire erstmals im größeren Stil von sich reden machen können. Trotz einiger wirklich cooler Songs blieb die Platte insgesamt doch eher durchschnittlich. Damit ist jetzt Schluss. In den gut zweieinhalb Jahren seitdem hat die Truppe ihren Stil verfeinert und legt mit „Snakes For The Divine“ ein deutlich reiferes Album vor. Stilistisch bewegt sich die Band immer noch in der Grauzone um frühe Mastodon, Motörhead und Black Sabbath. Die Band schafft es deutlich besser, ihre Stärken heraus zu arbeiten. So wurden die flotteren Motörheadschen Rock´n Roll Elemente deutlich zurückgefahren. Stattdessen setzt die Band stärker auf zermahlende Monsterriffs in eher gemäßigten Geschwindigkeitsbereichen. So bekommt die Platte einen stärkeren Doom Anstrich und plötzlich spukt einem auch der Name Crowbar im Kopf herum. Was aber nicht bedeutet, dass High On Fire auch auf dem neuen Album hier und da auf das Gaspedal drücken. Obwohl die Songs eher einfach gehalten sind und hauptsächlich von ihrer beklemmenden Atmosphäre und dem wuchtigen Riffing getragen werden, ist auch die ein oder andere Melodien zu erkennen. Die Songs haben meist Überlänge, erscheinen aber dank spannender Arrangements nie zu lang. Auch in Punkto Eingängigkeit hat die Band einiges dazu gelernt. Songs wie der Titeltrack, „Bastard Samurai“ oder das monumentale „How Dark We Pray“ sind Doom Granaten wie sie im Buche stehen. „Snakes For The Divine“ ist nun das Album geworden, das der Vorgänger hätte sein sollen. Top. (rg)




