Man Must Die - No Tolerance For Imperfection
Für nicht Perfektes zeigt die Band aus Glasgow laut dem Titel ihrer neuen Platte keine Toleranz. Vielleicht bezieht das Quartett diese Aussage auf ihre letzte Platte aus dem Jahr 2007. Diese war zwar ein stattliches Album, von „Perfekt“ konnte aber keine Rede sein. Diesem Status sind die Jungs mit dem vorliegenden Werk schon etwas näher gekommen, wenn er auch noch nicht völlig erreicht wurde. Die Band verfolgt ihren Weg unbeirrt weiter. Es wird ultrabrutaler Death-Metal mit weit durchgedrücktem Gaspedal geboten, der keine Gefangenen macht. Technisch spielt sich das alles auf sehr hohem Niveau ab, ist aber keineswegs verkopft sondern eher geradlinig. Das neue Material überrascht vor allem durch die Eingängigkeit, die man von einer Platte in diesen Härtegraden nicht erwarten kann. Die Band geht immer wieder vom Gaspedal und verblüfft mit recht harmonischen, wenn auch nach wie vor schrägen, Harmonien. Wichtiger Faktor der Platte sind neben der wahnwitzigen spielerischen Darbietung auch die eindringlichen, artikulierten Grunts. Wer auf extreme Kost der Marke Nile, The Black Dahlia Murder oder auch Cannibal Corpse steht, sollte sich Man Must Die unbedingt anhören. Auch wenn die Vergleiche nicht direkt treffen und die Schotten sehr eigenständig ans Werk gehen. Cooles Album. (rg)




