The Sleeping - What It Takes
Seit ihrem Victory Debüt "Questions And Answers" sind knapp drei Jahre ins Land gezogen. In dieser Zeit waren The Sleeping aus Long Island allerdings recht fleißig und hatten auch mit einigen Problemen zu kämpfen. Am wichtigsten war wohl der Weggang von Gitarrist Cameron Keym. Dieser wurde von Ex-Hopesfall Mitglied Paul Cadena ersetzt. Zusätzlich hat mit Chris Evans ein Organist (also einer der Orgel spielt) einen Platz im Lineup gefunden. Trotz der relativ langen Pause macht "What It Takes" genau da weiter wo der Vorgänger aufgehört hat. Insgesamt klingt die Band jedoch deutlich straighter und weniger verspielt, jedoch noch genauso eigen und mitreißend. Orgel und Keyboards spielen seit jeher einen wichtigen Platz im Sound der Band, seit ein eigenes Bandmitglied für dieses Instrument abgestellt ist, hat sich der Anteil nicht sonderlich vergrößert. Die Gitarrenarbeit kommt besser auf den Punkt und präsentiert sphärische Noise Läufe genauso wie dicke Rock Riffs. Der Grundtenor der Platte ist wohl etwas düsterer ausgefallen, der Hit Faktor der Songs konnte aber gleichzeitig erhöht werden. Die Songs gehen schnell ins Ohr, haben aber dennoch enormen Tiefgang. Großen Anteil daran hat einmal mehr Sänger Doug Robinson. Seine Stimme ist meist sehr emotional aber bestimmt, er ist sich nicht zu schade auch mal wütend zu schreien. Egal wie er seine charismatische Stimme einsetzt, er legt immer hörbar all seine Leidenschaft hinein. So ist "What It Takes" der längst überfällige Nachfolger zu "Questions And Answers", der die hohen Erwartungen vollends erfüllen kann. The Sleeping sind eine großartige Band die auch hierzulande mehr Aufmerksamkeit verdient haben. (rg)




