The Agonist - Lullabies For The Dormant Mind
The Agonist aus Montreal sind eine noch recht junge Truppe die aber spätestens seit ihrem Debüt "Once Only Imagined" auf der Rechnung der internationalen Metal Szene steht. Die Truppe um Frontfrau Alissa White-Gluz lässt es auf ihrem zweiten Album ordentlich krachen. Brutaler moderner Metal der von High-Sped Geballer und Killerriffs über zelebrierte Solos, groovende Moshparts bis hin zu hymnischen Arrangements und schicken Melodien alles beinhaltet was das Metallerherz begehrt. Dreh und Angelpunkt der Platte ist die Stimme von Shouterin Alissa White-Gluz. Diese lies sich übrigens im Kanadischen DSDS casten wo sie im Gegensatz zu den dort ebenfalls schon mutig aufgetretenen Metal Shoutern in den Recall kam. In der Tat verfügt sie über eine enorme stimmliche Bandbreite die von hysterischem Schreien über ultratiefes Grunzen bis hin zu betörendem Operngesang reicht. Die zur Schau Stellung ihrer Stimme ist letztlich aber auch die Achilles Verse der Platte. Frau White-Gluz ist permanent in Aktion und es gibt kaum eine Sekunde auf dem Album in der ihre Stimme nicht auf die eine oder andere Art im Vordergrund steht. Das ist einfach zu viel des Guten und erdrückt die Songs. Davon abgesehen fehlt den Songs oft der rote Faden. Die Songs sind sehr voll gepackt mit unterschiedlichen Parts und Spielarten, was sie deutlich zerfleddert und kein stimmiges Gesamtbild abgibt. Zugute halten muss man den Kanadiern aber, dass sich auf der Platte einige wirklich starke Ideen wieder finden, vor allem die eingängigen Gesangslinien können sich sehen lassen. Auch lyrisch geht man äußerst intelligent zu Werke. Die Produktion klingt sehr druckvoll und lässt ebenfalls keinen Anlass zur Kritik. Insgesamt überwiegt aber der eher negative Eindruck aus oben genannten Gründen. Die Band muss mehr Wert auf den Song an sich legen um bei mir wirklich landen zu können. Manchmal ist weniger eben mehr. (rg)




