The Very End - Vs. Life
Schon vor diesem Debut war der Blätterwald in Sachen The Very End schon ordentlich am Rauschen. Die Combo spielte diverse prominente Supportshows (u.a. mit Pro Pain, Exodus, One Man Army & The Undead Quartet) und sicherte sich im Metal Hammer den begehrten "Demo des Monats"-Stempel. Kein Wunder an sich, denn die Band ist keineswegs voller Metal-Frischlinge, alleine Shouter Bjoern Goosses hat schon mehrfach imposant bewiesen, was er kann, Night In Gales ist nur eine der vielen Adressen, unter der er firmiert. The Very End verstehen es meisterhaft, klassische Thrash-Roots (ich hör immer mal wieder Kreator, Testament und Konsorten heraus) mit modernen Sound zu verschmelzen und gerade die gesanglichen Skills von Goosses machen dann das Quäntchen zum herausragenden Album im Meer der Metalveröffentlichungen aus. Wie der im Opener "Flatline" und auch sonst immer wieder zwischen kräftig, fiesen Shouts und mit stolzgeschwellter Brust vorgetragenen (klingt jedenfalls so!) melodischen Passagen wechselt, verlangt schon Respekt ab. Aber auch die fähigen Riffschmiede sollen nicht unerwähnt bleiben, denn die verstehen es ebenso gekonnt, klassische Thrash-Erze tragfähig mit modernen Groove-Legierungen zu verbinden. Bei "Minus Everything" starten die Jungs dann zunächst fast balladesk, biegen dann aber in Richtung Rotzrock ab bevor sie dann doch wieder etwas thrashen, unterm Strich fügen sie ihrem Sound somit aber gekonnt eine weitere Facette hinzu. Produzentencredits konnte ich den beiliegenden Infos nicht entnehmen, der Sound ist auf jeden Fall gelungen, der Bass ist prima im Gesamtsound positioniert, der Gesang gut vorne ohne zu penetrant zu sein und die Gitarren sowohl in Solo- als auch in Riffsituationen optimal positioniert, nur die Bassdrum klingt manchmal etwas pappig - aber das ist ja eh immer Geschmackssache. (tj)




