Misery Signals - Controller
Schon irre, wie schnell das heutzutage alles geht. Am ersten Februar 2008 sind die Abrissexperten von Misery Signals gerade mal ins Black Cat Studio von Devin Townsend eingefallen und im Juli steht das Album dann schon weltweit in den Läden. Die Herren wissen was sie wollen! Wobei, mit Townsend hatten sie ja u.a. auch schon ihr Longplayer-Debut "Of Malice And The Magnum Heart" aufgenommen, die Phase des Beschnupperns und Anfreunden konnte also direkt übersprungen werden! Und natürlich wird die Band nach wie vor am ehesten mit Metalcore assoziiert, aber wenn man sie darauf reduziert wird man "Controller" einfach nicht gerecht. Progressive Elemente waren auch früher schon präsent in ihrem Sound und Sänger Karl Schubach würde auch in einer reinen Death Metal Band eine mehr als gute Figur abgeben. Ich mag mich irren, aber ich hab den Eindruck, dass hier zur Abwechslung mal nicht die Gitarren noch tiefer gestimmt wurden, sondern dass im Falle Misery Signals eben der Sänger seine Parts tiefer als früher angelegt hat - steht den Songs auf jeden Fall sehr gut! Wie bei Darkest Hour, die mit ihrem letzten Album auch bei Townsend im Studio waren, blitzt hier sowohl manchmal der ein oder andere Schwedentod-Part auf als auch steht der Gesang sehr im Mittelpunkt, man merkt, dass da viel Detailarbeit darauf verwendet wurde. Keine Ahnung, ob das nur auf der vorliegenden Promo so ist, oder Methode dahinter steckt: es fällt jedenfalls schwer einzelne Songs herauszuheben, weil die allesamt fast ineinander übergehen, hat aber was! Der Sound ist sehr fett ohne ins Sterile zu kippen und die gelegentlichen Keyboardpassagen sorgen für eine Bereicherung im Gesamtsound. Feines Album, seltsam ist dass die CD bei Amazon ein anderes Cover zeigt als meine Promo... (tj)




