Subway To Sally - Bastard
15 Jahre ist die Band nun schon dabei und nicht nur Kritiker würden wohl vermuten, dass nach so einer langen Zeit und mittlerweile neun Alben doch irgendwie mal die (kreative) Luft raus sein müsste. Pustekuchen, bärenstark und ohne echten Ausfall ist ihr "Bastard" geworden. Rammsteinriffs und die charakteristischen deutschen Texte von Eric Fish dominieren nach wie vor die mit vielen mittelalterlichen Instrumenten stets abwechslungsreich gehaltenen Songs, die wenn mich nicht alles täuscht, unterm Strich sogar etwas härter sind, als beim Vorgänger "Nord Nord Ost". Neben den heftigen Stücken überzeugen auch die sanften Songs wie "Wehe Stunde" und "In der Stille". Trotz ausgefuchster, teils gar klassischer, Instrumentierung umschifft man die Klippen des Kitsch gekonnt. Besonders überraschend (und gelungen!) auch die orientalischen Töne in "Voodoo". Absolut cool auch das schlichte aber überzeugende Artwork, das so aussieht, als ob Bandname und Albumtitel in einer Handfläche eingebrannt wären. Wie beim Label üblich, gibts die limitierte Erstauflage des Albums auch in einer besonderen Version. Nämlich in einer sehr stylishen Ledertasche samt Schnalle und einem Metallplektrum zum um den Hals hängen - da schlägt das Sammlerherz doch höher! (tj)




