Devil Sold His Soul - A Fragile Hope
In Großbritannien wächst dieser Tage abseits der bekannt-berüchtigten Hype-Kultur eine hochqualitative und vielseitige Hardcore- / Metal-Szene nach, die an selige alte Zeiten anschließen könnte, als die Insel am laufenden Band massig hochklassige und interessante Acts (wie etwa Paradise Lost, Carcass, Napalm Death, Godflesh, Pitchshifter etc.) hervorbrachte. Nach den fantastischen The Ghost Of A Thousand jetzt also schon wieder ein herausragendes Album, auch wenn der Bandname an sich nicht gerade großes erwarten lässt. Der erste Track "In The Absence Of Light" übernimmt die Introfunktion, aber der zweite "As The Storm Unfolds" macht seinem Namen dann gleich alle Ehre. Wie eine große, bedrohlich fiese und tiefschwarze Gewitterwolke zieht der Song fast den ganzen Himmel zu, apokalyptisch zäh wälzen sich die Riffs über einem und zwischendrin zucken wie Blitze dann immer mal wieder die intensiven Schreie von Sänger Ed heraus, ab und an bahnen sich sogar dünne Sonnenstrahlen in Form von verzweifeltem aber eingängigem Emogesang ihren Weg ins Ohr. Ein intensiver 50minütiger Trip, der über ähnliche Wege führt wie Isis und Cult Of Luna, aber auch Abstecher in Hardcore- und progressivere Gefilde nicht scheut. Erfreulicherweise geht den Briten in der zweiten Albumhälfte auch nicht die Luft aus, sie halten den Hörer mit Abwechslung bei der Stange, der Geschreianteil wird zurückgefahren, das über siebenminütige "Dawn Of The First Day" ist immer wieder herrlich wehmütig und episch intensiv und beim finalen "Hope" (Katharsis!) kommt sogar ein Klavier zum Einsatz. (tj)




