Khoma - The Second Wave
Die schwedische Studentenstadt Umea ist allgemein als fruchtbares Pflaster für Künstler aller Art bekannt. Bands wie Refused oder Millencolin stammen ebenso wie die Noise Shooting Stars von Cult Of Luna von dort. Auch Khoma stammen von dort und sind ein weiteres Beispiel für den Quell der Kreativität der offenbar in Umea sprudelt. Khoma startete ursprünglich als Cult Of Luna Seitenprojekt und veröffentlichte bereits ein Album. Die musikalische Marschrichtung kann ganz grob als Mix aus den ruhigen Momenten von Cult Of Luna, den rockenden von Muse festgelegt werden. Etwas Noise, etwas Rock, etwas Psychedelic reichlich Melancholie. Große Gefühle, dichte Atmosphäre und ergreifende Intensität zeichnet das Album aus. Dies erreicht die Band sowohl durch zelebrierte Ruhe als auch epischen Gitarrenwänden mit Streichern, Keyboardteppichen und vor allem der einnehmenden mal zerbrechlichen mal bestimmten Stimme von Frontmann Jan Jämte. Die Platte durchläuft fast die ganze Palette menschlicher Emotionen. Hier verschmelzen Hoffnung und Trauer, Freude und Wut, Hass, Liebe und Sehnsucht zu einem packenden Kunstwerk wie man es selten zu hören bekommt. Die Dramatik welche den Songs inne wohnt ist nur schwer in Worte zu fassen und muss man wohl am besten selbst erleben. Einzelne Songs hervorzuheben ist da dann auch völlig unmöglich bzw. überflüssig. „The Second Wave” ist ein großartiges Album das den Hörer unweigerlich einnimmt, fesselt und in eine faszinierende Klangwelt entführt. Over The Top!!! (rg)




