Khoma - All Erodes
Khoma haben sich seit ihrem Bestehen 2003 mit drei starken Alben einen guten Ruf erspielt. Vor allem der Zweitling „The Second Wave“ schlug hohe Wellen. Bei „All Erodes“ handelt es sich aber keineswegs um neue Songs, sondern um ältere Tracks, die zwischen 2002 und 2012 geschrieben wurden. Quasi ein Querschnitt aus allen Schaffensphasen. Diese unterscheiden sich nie grundlegend voneinander, so liegt dem Album doch ein sehr einheitlicher Tenor zugrunde. Der äußerst melancholische Post-Rock der Schweden, der sich aus zarten Vocals und bratenden Gitarren zusammensetzt, spiegelt sich in allen Tracks wieder. Obwohl sich die Aufnahmen über einen Zeitraum von zehn Jahren verteilten, fällt das beim Hören der Platte nicht weiter auf. Alle Tracks befinden sich auf produktionstechnisch höchstem Niveau. Dass die Schweden, die zu zwei Dritteln ja auch bei Cult Of Luna musizieren, für spannende und mitreißende Songs gut sind, haben sie in der Vergangenheit bewiesen. Die stärksten Songs der Band wurden allerdings sicherlich auf den Alben verbraten, dennoch findet sich auch auf „All Erodes“ mehr als nur Füllmaterial. Im Gegenteil – mit „Just Another Host“, „Dead Seas“ oder „Winter Came Upon Us“ sind durchaus einige Perlen enthalten. Für Fans der Schweden ist die Platte daher eine lohnende Investition. (rg)




