Touché Amoré - Is Survived By
Touché Amoré aus Los Angeles haben sich in den letzten Jahren einen hervorragenden Ruf in der Szene erspielt. Ihr emotionaler Hardcore klingt sehr frisch und geht Hand in Hand mit Bands wie Defeater oder Modern Life Is War, aber beherbergt auch deutlich die sperrigen Einflüsse von frühen DC-Bands wie Rites Of Spring oder Ignition. Auf dem dritten Album schüttet die Band einmal mehr ohne Berührungsängste ihr Herz aus und lädt beim Hörer all den Kummer und Frust ab. Dennoch wirken die Jungs diesmal insgesamt etwas gelöster und lockerer. Das äußert sich in Melodien, die durchaus das Potenzial dazu haben, auch mal hängen zu bleiben. Insgesamt kann zwar nicht von Eingängigkeit gesprochen werden, dafür sind die Tracks einfach zu vertrackt und sperrig, durch die Kürze der knackigen Tracks irgendwo um die Zwei- Minuten-Grenze treffen die Songs aber dennoch recht klar ins Schwarze. Einmal mehr schafft es die Band ihre Songs fesselnd und spannend zu gestalten. Nicht zuletzt Frontmann Jeremy Bolm hat daran durch seine eindringlichen Vocals großen Anteil. So wundert es kaum, dass auf „Is Survived By“ auch die stärksten Touché Amoré Songs vertreten sind. „Anyone/ Anything“, „Harbor“, „Steps“ oder der fabelhafte Titeltrack dürften bei Shows gründlich abgefeiert werden. Die Band hat zweifellos mit dem neuen Album ihr bisher reifstes und stärkstes Werk abgeliefert. Wer die Vorgänger mochte, wird diese Scheibe lieben. (rg)




