Primitive Man - Scorn
Primitive Man aus Denver liefern mit ihrem Debütalbum ein äußerst derbes Album ab. Hier wird erdrückender Doom mit bösartigem Sludge vermengt und mit dem menschenfeindlichen Feeling des Black-Metals gewürzt. Um es dem geneigten Hörer möglichst schwer zu machen, steigt das Trio mit einem kaum zu verdauenden 12-Minuten Monster in das Album ein. Hier werden schwergewichtige Riffs mit krankem Geschrei im unteren Tempobereich kombiniert. Das Ergebnis ist ein Brocken, der zwangsläufig quer geschluckt werden muss. Die folgenden Songs sind dann zwar meist kürzer aber keinesfalls bekömmlicher. Die Band versteht sich gut darauf, eine bedrückende Atmosphäre aufzubauen und kommt dabei mit äußerst wenigen Handgriffen aus. Das Tempo spielt sich meist in Ultra-Slow-Motion ab, nur selten wird das Gaspedal weiter durchgedrückt. Der Bass wabert beständig und die Gitarrenarbeit beschränkt sich ebenfalls auf wenige schwergewichtige Anschläge. Die gurgelnden Vocals untermauern die Boshaftigkeit der Band. Leider bringt das auch nur sehr wenig Variation in das gesamte Album. Hat man den Opener erstmal hinter sich, kommt nur noch wenig Neues. Dazu kommt, dass es sich bei zwei der sieben Songs auf dem Album um atmosphärische Zwischenspiele handelt. Der Bandname ist also auch im Hinblick auf den Sound Programm, was allerdings auch den Charme der Band ausmacht. Für Frohnaturen ist das Album definitiv nichts, Fans von Bands wie Eyehategod oder Cursed könnten ein Ohr riskieren. (rg)




