Black Tusk - Tend No Wounds
Black Tusk haben sich spätestens mit den letzten beiden (von insgesamt vier) Alben durch die Veröffentlichung über Relapse Records einen festen Platz in der Sludge-Rock Szene erspielt. Jetzt hat die Band einen neue EP mit sechs neuen Songs zusammengestellt. „A Cold Embrace“ startet mit fast Black-Metal artig flirrende Gitarrenarbeit, geht dann aber schnell in die typische Riff Breitseite über die man von der Band gewohnt ist. Das bedeutet erdige, kantige Riffs mit deutlich tiefer gelegten Gitarren die mit all der Rotzigkeit einer Punkband aber gleichzeitig der Bodenständigkeit von Südstaatenrockern vorgetragen werden. Fans von Bands wie Kylessa, Mastodon und Baroness bekommen da sofort feuchte Augen. Trotz der insgesamt recht straighten Marschrichtung, lässt sich die Band immer wieder für kurze Momente zu fast progressiven Klängen hinreißen. Die zweistimmigen Vocals passen gut zur Band, deren größte Stärke aber eindeutig in den wuchtig wabernden Riffs liegt. Das scheint die Band zu wissen und brennt auf der EP in dieser Hinsicht ein wahres Feuerwerk ab. Verglichen mit dem letzten Album ist die Produktion noch einmal etwas verschrobener und kautziger geworden. Auf ihrer neuen EP haben Black Tusk mehr als nur einen Appetizer für das nächste Album vorgelegt. Wer den Sound mag kommt kaum dran vorbei. (rg)




