Erimha - Reign Through Immortality
Dass Victory Records ein sehr variables Label ist haben die Chicagoer bereits in der Vergangenheit immer wieder bewiesen. Vom reinen Hardcore Label ausgehend ist heute kein konkreter Schwerpunkt mehr auszumachen und Victory ist ein Schmelztiegel aller möglichen Strömungen der Rockmusik geworden. Einzig Black-Metal war bisher nicht vertreten. Das ändert sich nun mit den Kanadiern von Erimha die ihr zweites Album bei Victory veröffentlicht. Die Band aus Montreal verbindet Death und Black-Metal, so sind die Riffs deutlich wuchtiger und härter als es beim typischen Black Metal der Fall ist, andererseits sind die Vocals oft deutlich theatralischer und klingen hinterhältiger als im Death-Metal. Symphonische Keyboards und rasende Drums tun ihr Übriges. Als Referenz können die Norweger von Dimmu Borgir mal wieder ganz gut herhalten. Was Erimha hier abliefern ist mitnichten neu, Originell noch besticht es durch besonderen Tiefgang. Doch muss man fairerweise sagen, dass die Band ihr Handwerk voll und ganz beherrscht. Die Songs haben alles was man braucht. Die Produktion ist gut, die Riffs stimmen, die Keyboards sorgen für die nötige Mystik, Melodien für Abwechslung und die Vocals sind eindringlich bösartig. Sogar in Punkto Abwechslung haben Erimha vorgesorgt und halten die Platte mit spannenden Variationen interessant. Wer die Wartezeit auf das nächste Dimmu Borgir Album überbrücken will macht mit „Reign Through Immortality“ nichts falsch. (rg)




