GFF - Ice On Fire
Warum sich die Regensburger Green Frog Feet Ende 2012 nach ca. 15 Jahren namentlich auf ihre Initialen verschlankt haben, weiß keiner. Wo jetzt also GFF draufsteht ist immer noch poppiger Punkrock drin, dankbarerweise mittlerweile aufs wesentliche reduziert, also ohne Raps und Experimente. Poppige Tracks von Bad Religion oder Green Day standen hörbar Pate und bei der Studio- und Produzentenwahl haben die Bayern mal richtig Nägel mit Köpfen gemacht. Die Validus Studios zu L.A. mussten es sein und zudem nahm dann auch noch Ryan Greene, der jahrelange Haus und Hofproduzent von Epitaph, an den Reglern. Mr. Greene hat also u.a. Bad Religion, NOFX, Mad Caddies, No Use For A Name und Sick Of It All. Mir persönlich fehlt mal wieder etwas der Druck, aber das mag genreimmanent sein, will sagen: vielleicht gehört das ja so!? Die elf Songs schlagen jedenfalls allesamt gekonnt da ein, wo sie offensichtlich hinwollen: auf die Bühne, in den Club, die Halle, das Stadion. Das hat oft den unbeschwerten Spirit von Green Days „Basket Case“, die Meute vor der anvisierten Bühne wird ihre Aufgabe problemlos erkennen und erfüllen können: Mithüpfen und –singen. Die Jackson 5-Coverversion „I Want You Back“ geht in Ordnung und selbst gemächlichere Songs wie „Money Maker“ und das (zumindest im ersten Teil) balladeske „Hit And Run“ gehen ihnen perfekt von der Hand. Cali-Punkrock auf internationalem Niveau, Chapeau! (tj)




