Scorpion Child - dto.
An Stelle des Vaters von Scorpion Child-Sängers Aryn Jonathan Black würde ich mir schon ein wenig Sorgen machen und meine Frau mal fragen, ob sie neun Monate vor der Geburt des Sohnes nicht zufällig mal Robert Plant getroffen hat. Man mag es nämlich kaum glauben, wie sehr der junge Herr Black samt Band nach Led Zeppelins Hochphase klingt. Sie schaffen es mit ihren klassischen, tief in den Siebzigern verwurzelten Rocksongs, die den authentischen Schweißgeruch ausufernder Jamsessions mitbringen, tatsächlich eine ähnliche Magie in den Raum zu zaubern wie damals Plant, Page, Bonham und Jones. Schon ab dem ersten Ton des Openers „Kings Highway“ ist klar, wie der Hase läuft, die Jungs haben definitiv Bock auf Rock und sind selbstbewusst genug sich gerade so viel in der Vergangenheit bei Led Zeppelin, Rainbow, Deep Purple oder auch The Cult (da haben sie sich den Bandnamen abgeschaut) zu bedienen und gleichzeitig so viel Eigenenergie beizusteuern, dass man nur anerkennend applaudieren kann. Selbst die Power-Ballade „Antioch“ bringen sie gekonnt an den Mann bzw. die Frau. Etwas Luft nach oben gibt’s noch im Bereich der Texte, die sind etwas lieblos und oft hart an der Grenze zum Nonsens. (tj)




