Jimmy Eat World - Damage
20 Jahre nachdem sie ihr Debut eingespielt haben und gut zehn Jahre nach ihrem Referenzwerk „Bleed American“ servieren uns die Herren aus Arizona also „Damage“. Nach dem (im Vergleich zu vielen großartigen Alben der Band) Totalausfall „Invented“ markiert das neue Werk einen Wendepunkt. Es erscheint nicht nur bei einem anderen Label, die Perfektionisten um Sänger/Gitarrist Jim Adkins haben sich auch erstmals darauf eingelassen nicht in einem riesigen Studiokomplex wochenlang an jedem Detail zu schrauben. Aufgenommen wurde also im Homestudio von Produzent Alain Johannes (u.a. Mark Lanegan, Chris Cornell) und diese Herangehensweise wirkt sich direkt auf das Songwriting und den Sound aus. Es klingt wieder direkter, spontaner und – das ist das Wichtigste überhaupt – die Songs berühren wieder! Bei der Thematik aber auch kein Wunder, denn das nicht umsonst „Damage“ betitelte achte Studioalbum kreist ums Scheitern von Beziehungen, „an adult breakup record“ nannte es der Fronter im Interview. Was lange Zeit Emo hieß, ist heute einfach energische Rockmusic mit einer starken Gefühlsschlagseite, klar langt die Band nicht mehr so direkt-rockend wie vor zehn Jahren hin, aber sie gibt ein gutes Beispiel fürs Erwachsenwerden ab, ohne dabei an Relevanz und/oder Glaubwürdigkeit zu verlieren – und das können nun nicht viele Bands von sich behaupten!




