Black Star Riders - All Hell Breaks Loose
Auch in Sachen Musik ist offensichtlich nichts unmöglich. An anderer Stelle ist das ja auch schon Alice In Chains gelungen, die einen an sich völlig unersetzbaren Sänger erfolgreich neu besetzt haben. Die haben dann unter dem bekannten Namen weitergemacht, wenn die Black Star Riders das gemacht hätten, stände über diesem Review Thin Lizzy. Am Mikro steht hier aber Ricky Warwick, eine sprichwörtliche Rampensau, die man u.a. von The Almighty oder gar als Ex-Mann von Vanessa Warwick (NTV Headbangers Ball) kennen könnte und es ist schier unglaublich, wie oft er tatsächlich nach dem seligen Phil Lynott klingt! Mehr als ein Vierteljahrhundert nach dessen Ableben veröffentlichen die Black Star Riders ein Album, das wohl auch Mr. Lynott gfeallen hätte und dessen elf Songs zu den besseren auf so manchem Thin Lizzy-Album gehört hätten. Nach dem soliden Titeltrack als Opener glänzt bereits das folgende „Bound For Glory“ mit Hitrefrain und den so charakteristischen Twingitarren-Passagen. Direkt im Anschluss punktet „Kingdom Of The Lost“ mit nem ordentlichen irischen Einschlag und selbst der sehr auf eingängig getrimmte Radiorocker „Hey Judas“ wird souverän über die Ziellinie gebracht. Die Band hat erst gar nicht versucht den Sound ins hier und jetzt zu transportieren und mit einem eigenen Stempel zu versehen – und das ist gut so. Das Album macht eine Menge Spaß, ist abwechslungsreich und hoffentlich der Ausgansgpunkt für eine langfristige Karriere. (tj)




