The Resistance - Scars
Erst im Januar präsentierten die Schweden ihre Debüt EP und schafften es damit bereits, die Erwartungen zu schüren. Jetzt erscheint das erste Album der Band um ex-In Flames Gitarrist Jesper Strömblad. Neben Strömblad befinden sich noch andere prominente Namen in der Band: Da wäre Marco Aro (ex-The Haunted, Facedown), Glenn Ljungström (ex-In Flames) und Chris Barkensjö (ex-Grave). Der Stil wurde schon auf der EP klargestellt, an der direkten Art hat sich auch auf dem Album nichts geändert. Die Band präsentiert einen brutalen Mix aus schwedischem Death Metal der alten Schule, angereichert mit dreckigem Thrash und einer bemerkenswerten Griffigkeit. Die Band drückt meist ordentlich auf die Tube und prescht entsprechend nach vorne. Mit In Flames hat der Sound überraschend wenig Gemeinsamkeiten, viel eher schon mit frühen The Haunted. Ganz kann Strömblad seine Herkunft aber trotz der bösartig tiefergelegten Riffs nicht verschleiern und bringt immer wieder die eine oder andere Melodie ein. Diese spielt jedoch immer eine eindeutig untergeordnete Rolle. Dennoch verfügen die Songs über eine hohes Maß an Eingängigkeit. Dafür sind sowohl markante Riffs als auch das eindringliche Shouting von Aro verantwortlich. Obwohl die Marschrichtung der Platte sehr eindeutig ist und kaum Raum für Diskussionen lässt, schafft es die Band, das Album sehr abwechslungsreich zu gestalten. Jeder Song steht für sich selbst und auch nach mehreren Durchläufen bleibt die Platte interessant. Es ist den Schweden sehr gut gelungen, ihre Spielfreude und Leidenschaft in der Aufnahme festzuhalten. Die Platte klingt hungrig und bissig. Wer auf klassischen aber trotzdem zeitgemäßen Thrash/Death-Metal steht, sollte sich die Platte unbedingt zu Gemüte führen. (rg)




