Bleed From Within - Uprising
Bleed From Within aus Glasgow haben eine interessante Entwicklung hinter sich. Gegründet hat sich die Band bereits vor gut zehn Jahren, ihr Debüt „Humanity“ erschien 2009 über Rising Records und wirkte noch sehr ziellos und unausgegoren. Schon das Zweitwerk „Empire“ zeigte ein Jahr später eine deutlich aufgeräumtere und fokussiertere Band. Nun liegt „Uprising“ vor, welches diesen Weg konsequent weiter verfolgt. Geboten wird zielgerichteter, moderner Metal, der seine Einflüsse von Bands wie Chimaira, Lamb Of God und Machine Head bezieht. Die Songs basieren auf treibenden Grooves und fetten Riffs. Die Band hat verstanden, wie solche Songs funktionieren und liefert gekonnt ab, was hungrige Metaller Ohren brauchen. Dabei erfinden sie nichts neu, die Songs sind aber solide umgesetzt und gehen gut ins Ohr. Es gibt reichlich derbe Moshparts, wütende Vocals, eingestreute Melodien wo es passt und insgesamt einfach reichlich Gelegenheit, die Matte kreisen zu lassen. Ab und zu wird das Gaspedal auch mal deutlich weiter durchgedrückt. Die Produktion von ex-Machine Head Gitarrist Logan Mader hat ordentlich Dampf und passt hervorragend zur Band. Bleed From Within sind eine dieser Bands, die es hervorragend schaffen, einen Moshpit zu entfachen. Obwohl die Band hörbar motiviert ist, ihre Songs abwechslungsreich zu gestalten, indem doch mal das Tempo variiert oder Melodien eingebaut werden, bleibt unterm Strich ein sehr einheitliches Bild übrig. Das Album verliert schon gut ab der Hälfte seinen Zauber und wirkt sehr eindimensional. Nichtsdestotrotz ist „Uprising“ ein solides Stück modernen Metals. Wer sich nicht an mangelnder Innovation stört und Stoff braucht, um die Moshpits zu befeuern, macht hier nichts falsch. (rg)




