Blackmail - II
Auf den ersten Blick scheint man im Hause Ebelhäuser & Co. das Zählen verlernt zu haben, handelt es sich doch bei ihrem neuen Werk mitnichten um ihr zweites, sondern um ihr achtes Album. Die Zwei macht aber insofern schon Sinn, als es sich hier um das zweite Album mit Mathias Reetz am Mikro handelt. Und der erweist sich spätestens bei den neuen Songs als absoluter Glücksgriff. Atmosphärische Alternative-Songs mit massig Groove (wie etwa „The Rush“) und Charakter. Mit enorm druckvollen Gitarren und eindringlichen Melodien beschenken Blackmail den Hörer gleich mit mehreren Hits: das Eröffnungsduo „Impact“ und „The Rush“ sowie auch das in der Albummitte positionierte „Palms“ sind nämlich wahre Songperlen. Woran andere Bands regelmäßig scheitern, gelingt den Koblenzern nun schon zum wiederholten Mal: die eigene Neuerfindung. Das trist-graue Coverartwork passt so gar nicht zum energisch-sprühenden Songinhalt, aber darüber sollte man sich nun wirklich nicht beklagen! (tj)




