Destinity - Resolve In Chrimson
Melodischer Death-Metal muss nicht immer aus Schweden kommen. Das bewiesen die Franzosen von Destinity bereits auf fünf Alben bei Lifeforce. Jetzt ist das sechste (ihr drittes bei Lifeforce) Werk in den Startlöchern und die Band aus Leon schafft es einmal mehr, fesselnden Death-Metal zu erschaffen, der gut ins Ohr geht ohne dabei an Durchschlagskraft einzubüßen. Klanglich hat die Band auf dem neuen Album ganz klar bei Hypocrisy Inspiration gesucht, aber auch mit Bands wie In Flames und Dark Tranquility geflirtet. Die Franzosen haben das Rad hier sicher nicht neu erfunden und klingen hier und da vielleicht tatsächlich etwas zu sehr nach den Vorbildern, sie machen ihre Sache aber so gut, dass man darüber gern hinweg sieht. Die Songs haben genau den richtigen Weg zwischen Melodien und Brutalität gefunden. Die Gitarren fesseln immer wieder mit progressiven Melodien, die Vocals pendeln zwischen tiefen Growls und Tägtgren-artigem melodischen Kreischen. Die Songs preschen meist recht flott nach vorne und kommen kompakt auf den Punkt. Ausnahme ist der Siebenminüter „Can´t Stand the Sight“, in dem sich die Band einen ruhigen Mittelpart mit Akustikgitarren und Keyboards gönnt und so für Auflockerung sorgt. Auch das dritte Album für Lifeforce zeigt Destinity von ihrer besten Seite. Wie schon die Vorgänger kann auch „Resolve In Chrimson“ in der Death-Metal Oberliga mitspielen. Wer auf die oben genannten Bands steht, kann bedenkenlos zugreifen. (rg)




