Revolting - Hymns Of Ghastly Horror
Rogga Johansson dürfte den meisten Death Metal-Jüngern ein Begriff sein. Neben seinen anderen Bands The Grotesquery, Demiurg, Paganizer etc. vertreibt er sich die Zeit mit Revolting. Mittlerweile legt er mit dieser Kapelle die vierte Platte auf und gibt dem Kind den plakativen Titel „Hymns Of Ghastly Horror“ mit auf den Weg. Darauf haben sich neun Songs versammelt, die diesem Namen weitestgehend alle Ehre machen. Ziemlich makabere Texte und ebensolche Illustrationen im Booklet sorgen für die Horrorelemente. Musikalisch lässt sich das alles problemlos unter Todesmetall alter Schule abheften, wobei eines der Hauptattribute ein enorm starker Melodieeinschlag ist. Zwar bekommt man hier keine wirklichen Innovationen aufgetischt, aber eingängig und durchaus ansprechend sind die Gitarren-Leads auf alle Fälle. Über weite Strecken rattern die Stücke in mittleren Tempobereichen dahin, und nur vereinzelt wird der Geschwindigkeitsregler nach oben geschoben. Die Höhepunkte dieses Albums treten in Form von „The Mother Of Darkness”, „The Black Queen” und „Prey To Katahdin” recht deutlich hervor. Die restlichen sechs Songs sind zwar mehr als reines Füllmaterial, aber fesseln können sie den Hörer leider nur anfangs; mit jedem weiteren Durchlauf lässt das Interesse an diesen Stücken immer mehr nach. Wer die vorangegangenen Revolting-Veröffentlichungen kennt, wird zudem feststellen, dass sich Mr. Johansson gerne und ausgiebig selbst zitiert, wodurch ein gewisser Deja-vu-Effekt entsteht, der den ‚Hymnen des grässlichen Horrors’ nicht unbedingt zuträglich ist. Unterm Strich bleibt recht solide zubereitete Old School-Kost, die dank ihrer Melodiekante punkten kann, aber bei weitem nicht das Zeug hat, um auf Dauer schmackhaft zu sein. (cj)




