All Time Low - Don´t Panic
All Time Low sind seit ihrem ersten Album “Put Up Or Shut Out” ein Garant für hochwertigen Pop-Punk, der ebenso schnell ins Ohr wie in die Füße geht. Das neue Album, dessen Titel von Douglas Adams grandiosem Buch „The Hitchhikers Guide To The Galaxy“ inspiriert wurde, ist das mittlerweile fünfte Werk der Truppe. Los legt die Band mit dem Track „The Reckless & The Brave“, welcher schon beim ersten Hören ganz klar seine Hit Qualitäten zur Schau stellt. Das folgende „Backseat Serenade“ schließt sich hier nahtlos an. Die Band tut auf der gesamten Albumsdistanz genau das, was sie am besten kann und was man inzwischen erwartet. Natürlich wissen All Time Low genau wie der Hase läuft und schütteln einen Pop-Punk Hit nach dem anderen aus dem Ärmel. Das ist qualitativ absolut hochwertig, aber eben leider auch sehr vorhersehbar. Nicht selten fragt man sich, ob der Song nicht schon auf dem letzten Album zu hören war. Zur Ehrenrettung muss man allerdings sagen, dass hier und da sogar versucht wird, das bekannte Muster zu durchbrechen. Beispielsweise ist da „So Long Solider“, welches mit einem unerwartet metallischen Riff beginnt und das Gaspedal stellenweise ungewohnt weit durchdrückt. Weiterhin gibt hier Bayside Frontmann Anthony Raneri ein Gastspiel. „The Irony Of Choking A Lifesaver“ gibt sich etwas groovender, aber leider belanglos. „To Live and Let Go“ nimmt ebenfalls das Gas raus und will sich wohl am 90er Alternative Rock anlehnen. Die Grenzen sind allerdings sehr fließend. All Time Low sind immer dann am besten, wenn sie ihr bekanntes Ding durchziehen. Die beiden Opener sind große Hits, der Rest geht voll in Ordnung. Die Produktion ist stark. Wer auf Pop-Punk steht und sich noch immer nicht daran satt gehört hat, bekommt von All Time Low eine sehr solide Scheibe geliefert auf der nichts falsch gemacht und gute Laune verbreitet wird. (rg)




