Black September - Into The Darkness, Into The Void
Mit “The Forbidden Gates Beyond” haben Black September aus Chicago ein überraschendes Highlight in Sachen US-Black Metal hingelegt. Aus der Fusion von Black Metal, donnernden Riffs der Marke Bolt Thrower und derbem Crust und Punk ist ein ebenso bösartiger wie spannender Sound entstanden. Jetzt führt die Band diesen Stil auf ihrem zweiten Album weiter. Die Zutaten sind dieselben, allerdings gehört in diesem Genre heutzutage ein gewisser Nachtmystium Einfluss einfach zum guten Ton und so ist dieser auch auf „Into The Darkness, Into The Void“ zu hören. Alles klingt ein bisschen verwaschener und verschrobener. Die Produktion wirkt im Vergleich zum Vorgänger zwar dumpfer, aber gleichzeitig kraftvoller und besser abgestimmt. Auch haben sich eher unterschwellig kleine Melodien eingefunden, welche unter dem High-Speed Geballer versteckt sind. Im Grundsatz klingen Black September aber nach wie vor ultrafies und bösartig. Was auf dem neuen Werk allerdings etwas zu kurz kommt, ist die Abwechslung. Das neue Material ähnelt sich oft sehr und so entsteht ein eher gleichförmiger Sound, der kaum echte Hochs und Tiefs aufweist. Was der Truppe aber einmal mehr sehr gut gelingt, ist die Schaffung einer dichten Atmosphäre. Dennoch fällt „Into The Darkness, Into The Void“ insgesamt hinter den Erwartungen zurück, die man aufgrund des starken Vorgängers hatte. Die wirklich markanten Höhepunkte, die durchaus existieren, sind einfach zu rar. So ist das zweite Album von Black September zwar rundum solide, aber eben kein Schritt nach vorne. (rg)




