Evocation - Illusions Of Grandeur
Old-School Death-Metal ist heute wieder angesagter denn je. Bands der alten Schule wie Asphyx oder Morgoth haben starke Comebacks und junge Bands lassen sich von den Altmeistern inspirieren. Da passen die Schweden von Evocation gut ins Bild. Die Band war in den Kinderstunden des schwedischen Death-Metals Anfang der 90er mit dabei. Die Tonzeugnisse dieser Zeit wurden gerade eben von Cenutry Media neu veröffentlicht. Dass Evocation es nie zu dem Bekanntheitsgrad von Bands wie Entombed oder Unleashed gebracht haben, liegt wohl hauptsächlich daran, dass die Truppe abgesehen von Demos nie etwas veröffentlicht hat. Erst 2007 erschien nach einer Reunion das erste Album. Seither war man fleißig und so ist „Illusions Of Grandeur“ bereits das vierte Album. Musikalisch ist die Band dem Death-Metal der alten Schule verbunden, wobei „Illusions Of Grandeur“ vor allem an eine derzeit sehr angesagte Band erinnert. Schon nach wenigen Takten werden übergroß Erinnerungen an Amon Amarth wach. Wer den Stil jetzt zuerst geprägt hat, sei dahingestellt, Tatsache ist, dass die neue Evocation sowohl was das Riffing als auch Arrangements, Melodien und Vocals angeht sehr stark nach den Wikingern klingt. Verstärkt wird das sogar noch durch den Gastauftritt von Amon Amarth Frontmann Johan Hegg bei „Into Submission“. Das ist natürlich nicht unbedingt eine schlechte Sache. Evocation machen ihre Sache im Grunde auch gut und liefern solides Todesblei ab. An was es dem Album mangelt, sind aber echte Höhepunkte. Die Songs grooven vor sich hin, hinterlassen aber nur selten wirklich bleibenden Eindruck. Das führt dazu, dass man schon nach gut der Hälfte der Spielzeit latent gelangweilt ist. Da hatte das Comeback von Asphyx beispielsweise deutlich mehr Durchschlagskraft. (rg)




