Verse - Bitter Clarity, Uncommen Grace
Verse galten bis zu ihrer Auflösung 2009 als ganz heißes Newcomer Eisen im Hardcore Feuer. Ihr Bridge9 Debüt „Aggression“ war eine der stärksten Hardcore Platten 2008. Mit ihrem originellen Stil sorgten sie für frischen Wind. 2009 warf die Band das Handtuch. Glücklicherweise ließen sich die Jungs schon 2011 eines Besseren belehren und beschlossen, wieder gemeinsam Musik zu machen. Das Ergebnis ist nun „Bitter Clarity, Uncommen Grace“. Die Band hat es geschafft ihre bekannten Trademarks bei gleichzeitiger Weiterentwicklung beizubehalten. So startete die Platte mit „The Selfish Of The Earth“ mit einer typischen Verse Hymne. Wütend, mitreißend aber gleichzeitig mit einer unterschwelligen Melancholie gewürzt. Deutlich verzweifelter gibt man sich in „The Selfless Of The Earth“, während „The Silver Spoon and Empty Plate“ wie ein flotter Hardcore Kracher startet und dann aber eine unerwartet melodische Rock Wendung nimmt. „Seting Fire To The Bridges We Cross“ zeigt dann endgültig eine veränderte Band: Es wird mit Melodien, progressiven Rock-Gitarren und atmosphärischen Parts experimentiert. Dabei bleibt sich die Band aber immer treu und vor allem Frontmann Sean Murphy macht mit seiner energischen Stimme immer wieder klar, mit wem man es zu tun hat. Die Experimentierfreude zieht sich durch das ganze Album. Man bekommt deutlich öfter zahme Melodien als die derbe Riffkeule zu hören. Doch das fügt sich bestens in den Verse Kontext ein. Die tiefsinnigen Vocals ergänzen die atmosphärischen Songs ebenso wie die Gitarrenarbeit. Die Band sprüht einmal mehr vor Energie und Ideen. „Bitter Clarity, Uncommen Grace“ versucht gar nicht erst „Aggression“ zu überflügeln, sondern geht geschickt neue Wege. So ist das neue Werk eine weitere starke Platte in der Diskographie der Band. Top. (rg)




