Callejon - Blitzkreuz
Für ihr viertes Album machen die Spacken um den Fronter BastiBasti ihr Erkennungszeichen, das Blitzkreuz, zum Titel. 2010 trennten sie sich ohne Angabe von näheren Gründen nach zwei Alben von Nuclear Blast, was manch einer wohl als Zeichen für den Niedergang der Band sah. Doch die ließ dann vor ein paar Wochen die Katze aus dem Sack, das neue Album kommt doch tatsächlich über den Branchenriesen Sony. Und es müssten schon alle Stricke reißen, wenn man mit dem nahezu perfekten Album, dem erneut fantastischen Artwork, den neuen Videoclips und der optimal verzahnten Werbung fürs Album, die Headlinertour und die vielen Festivalauftritte nicht deutlich größere Erfolge einfahren würde, als mit dem Vorgänger „Videodrom“, der es bis auf Platz 31 in den Albumcharts schaffte. Aber zurück zur Musik, das ist nach wie vor ein gekonnter und optimal austarierter Mix aus eingängigen, gerne auch mal kitschigen (Gesangs-)Passagen und einem derben Metal-Brett. Auf „Blitzkreuz“ trauen sie sich auch an Material ran, dass es sogar in den ein oder anderen mutigen Radiosender schaffen könnte, bei Tracks wie „Meine Liebe“ oder auch das abschließende „Kind im Nebel“ ist der Metalfaktor jedenfalls sehr in den klanglichen Hintergrund gedrängt worden – was aber nicht gekünstelt oder kalkuliert sondern nur konsequent rüberkommt. Denn auch die Songs am anderen Ende des Klangspektrums überzeugen vollends, Thrash (u.a. mit Mille von Kreator als Gast!) trifft auf Melodic Death und über allem thront der gekonnte Gesang und die treffenden Texte Bastis. Die Band bleibt ihrem unverkennbaren Stil treu und liefert erneut ein starkes Album ab! (tj)




