Virtue Concept - Sources
Virtue Concept sind eine junge Band aus Regensburg, die sich erst 2011 gegründet hat. Man spielt im Grunde Metalcore wie er im Buche steht. Die Hardcore Einflüsse sind deutlich spürbar, ebenso aber die Vorliebe für melodischen Death-Metal. Bands wie Darkest Hour oder frühe Caliban lassen grüßen. Virtue Concept versuchen dabei, kompromisslos geradlinige Moshriffs mit zugänglichen Melodien zu kontrastieren. Das gelingt ihnen zumindest teilweise, immer wieder sind wirklich hübsche Melodien zu finden. Allerdings kommen die härteren Momente oft recht stumpf daher und die Symbiose aus beidem will noch nicht ganz stimmig klingen. Was den Songs oft fehlt, sind sowohl eine Spannungskurve als auch die wirklich packenden Elemente. Die Vocals von Frontmann Raphael klingen trotz hörbar großer Anstrengung oft noch recht ausdruckslos. Allerdings sind sie immer dann passabel, wenn er versucht, in die Fußstapfen von Misery Signals Frontmann Karl Schubach zu treten. Dieser hat dann auch tatsächlich einen Gastauftritt auf der Platte. Auf dem Album sind immer wieder coole Songfragmente zu hören, die jedoch zu selten in wirklich starken Songs aufgehen. Das meiste ist einfach zu durchschnittlich und zu abgegriffen, um zu zünden. Auch klingen viele Arrangements ziellos. Die Produktion von Deadlock Gitarrist Sebastian Reichl ist sehr druckvoll ausgefallen, da gibt es nichts zu meckern. Virtue Concept sind sicherlich eine Band mit viel Potential. Dieses kommt jedoch auf dem Debüt noch nicht zur vollen Entfaltung. Gut möglich, dass die Band nach ein paar Jahren Reifung im Proberaum mit einer starken Platte um die Ecke kommt. Auf „Sources“ ist aber vieles noch zu unstimmig, um zu überzeugen. (rg)




