For All This Bloodshed - Black River City
Das Kölner Quintett For All This Bloodshed um Front Shouterin Rage veröffentlicht nach zwei EP’s in der noch jungen Bandgeschichte nun mit „Black River City“ ihr Debütalbum. For All This Bloodshed wurde Anfang 2009 gegründet. Anfang 2012 wurde die Band vom Plattenlabel Noizgate unter Vertrag genommen. Auf Anhieb feierte die Band große Erfolge sowohl im Internet als auch bei ihrer Live Premiere, so dass sie direkt ins Vorprogramm für nationale und internationale Größen gebucht wurden. All Shall Perish, Darkest Hour, Heaven Shall Burn, Unearth und Neaera sind nur eine kleine Auswahl an Bands, für die sie schon Eröffnen durften. Jetzt liegt ihr erstes dickes Geschoss in den Startlöchern und wartet darauf, die Gehörgänge zu beglücken. „Black River City“ ist fokussiert auf den kreischenden Gutturalgesang von Rage und den fein ausgearbeiteten Gitarrenarbeiten der Saitenfraktion. Auch das zertrümmernde, präzise Schlagzeugspiel trägt einen nicht unwesentlichen Beitrag zum guten Gelingen dieses Silberlings bei. Dicke Eier Breakdowns sind natürlich inklusive. Eingeleitet wird die Scheibe mit einem eineinhalb-minütigen Intro. Kurzes Break und der erste Song „Billing On The Clock“ bricht über einen herein. Schnelles Doublebass Geholze, melodische Gitarren und rotziges Schreien eröffnen gut für die noch kommende, knappe halbe Stunde feinen Krach. „A Tower On Distant Shore“ ist im Tempo zwar etwas gebremster aber nicht weniger Intensiv. Immer wieder kreuzen sich melodische Gitarrenläufe mit der bombastischen Schießbude und dem leidenden Kreischen. „Syke’s Nightjar“ schlägt in die gleiche Kerbe und wird noch durch kurze, blackmetalartige Refrainteile bereichert. Außerdem hört man die ersten und fast einzigen Clean Spoken Words des Albums. Der Titeltrack, von dem es ein sehenswertes Video gibt, wird durch immer wieder folgende Tempowechsel abwechslungsreich gestaltet. „The Book Of Seven Seals“ ist meiner Meinung nach einer der schwächeren Songs der Scheibe und etwas gewöhnungsbedürftig. Bei „Inside The Chest“ verhält es sich leider ähnlich. Cleangesang, auf den man getrost hätte verzichten können und unpassendes Elektro- Zwischenspiel. Elektronisch fängt auch der nächste Song an, der allerdings nach diesem introähnlichen Part die Scheibe wieder zu alter Stärke zurückführt. „Our Hearts Open Wide“, „Bare Your Teeth“ und der Schlusssong „FML“, der passenderweise für „Famous Last Words“ steht, bringen die Scheibe flott und solide zu Ende. Mein abschließendes Fazit könnte wie folgt lauten: Starker Start, kleine Schwächephase mit zur alten Stärke zurückgefundenem versöhnlichen Abschluss. Luft nach oben ist natürlich noch vorhanden, aber trotzdem ist diese junge Band ein klarer Kauftipp für mich, den ich ruhigen Gewissens weiterempfehlen kann. (jh)




