Allegaeon - Formshifter
Allegaeon aus den Staaten veröffentlichten 2010 ihr erstes Album „Fragments of Form and Function“ über Metal Blade. Damals vermutete man die Herkunft der Band noch in Schweden, angesichts ihrer melodischen musikalischen Ausrichtung. Inzwischen hat sich der Stil der Truppe deutlich „amerikanisiert“, sprich er wirkt kühler, technischer und brutaler. Ihren Hang zu progressivem Metal hat sich die Band aber bewahrt. Daher finden sich auch in den neuen Songs ausufernde Gitarrensoli und sich scheinbar endlos entwickelnde Melodien. Das hat natürlich auch zur Folge, dass ein Song gern mal etwas Überlänge bekommt. Gleich der Opener „Behold (God I Am)“ knackt die sieben Minuten Grenze, und bleibt dennoch recht kurzweilig. Allegaeon packen eine Menge Ideen und unterschiedliche Elemente in ihre Songs. Hin und wieder verleihen sie ihnen mit eingängigen Refrains sogar latentes Hit-Potential wie in „Tartessos: The Hidden Xenocryst“. Meist schaffen sie das allerdings nicht. So ist „Formshifter“ sicherlich ein solides Metal Album geworden, in dem viele Ideen stecken, die technisch tadellos umgesetzt wurden. Trotzdem will der berühmte Funke nur bedingt überspringen. Dafür hat die Band einfach zu wenig Identität und zu wenig wirklich Aufregendes zu bieten. Wer Stoff braucht, um mal wieder die Matte kreisen zu lassen, macht nichts falsch. Wer mehr will, sollte weiter suchen. (rg)




