Matt Skiba And The Sekrets - Babylon
Matt Skiba ist vor allem als Mitglied des berüchtigten Alakaline Trio bekannt. Immer wieder hat er sich aber auch abseits seiner Hauptband vergnügt, ob mit seinem Synthie Projekt Heavens oder auch ganz allein nur mit Akustikgitarre. Jetzt hat er kein weiteres Studioprojekt, sondern tatsächlich eine echte Band gegründet, die auch auf Tour gehen will. Die Aufgabenverteilung wird aber schon anhand der Namensgebung deutlich, bei Matt Skiba and the Sekrets handelt es sich um Skibas Baby, bei dem er den Ton angibt. Dabei handelt es sich bei „the Skrets“ aber keinesfalls um namenlose Mitmusiker. Den Bass bedient Hunter Burgan von AFI und an den Drums betätigt sich Jarrod Alexander von My Chemical Romance. Die Songs tragen aber unverkennbar Skibas Handschrift. Geboten wird einmal mehr zynisch, düsterer Punk mit deutlichen Pop und Gothic Referenzen. Immer wieder werden auch Keyboard Sounds eingestreut. Alle Tracks gehen sehr schnell ins Ohr und vor allem Alkaline Trio Freunde dürften sich recht schnell an das Material gewöhnen. Nicht nur die Stimme von Skiba, auch das Songwriting selbst ist bekanntes Terrain. Die meisten der Songs hätten genau so auch auf den nächsten Alkaline Trio Album stehen können. Lediglich „Falling Like Rain“ trägt in Sachen 80er Synthie Pop etwas dicker auf als man es gewohnt ist. Insgesamt hält man sich mit Überraschungen aber zurück. Das ist aber natürlich keine schlechte Sache. Songs wie „Voices“, „All Fall Down“, „You“ oder „Luciferian Blues“ sind absolute Hits, die sich ins Ohr fressen. So schafft es „Babylon“ insgesamt sogar, einen Tick stärker auszufallen als das letzte Alkaline Trio Album. (rg)




