Spawn Of Possession - Incruso
Spawn Of Possession gründeten sich bereits 1997 und haben bisher zwei Alben veröffentlicht, die in der Death-Metal Szene großen Anklang gefunden haben. Fünf Jahre sind nun schon seit dem Vorgänger vergangen. Das Line-up hat sich in der Zwischenzeit etwas verändert. Beachtenswertester Neuzugang dürfte Christian Münzner (Obscura, ex-Necrophagist) sein, der den Dienst an der Lead-Gitarre übernommen hat. Spawn Of Possession geben sich extrem technisch und vertrackt. Obwohl sie das schon immer taten, scheint der Einfluss von Münzner auf die Songs deutlich hörbar zu sein. Man fühlt sich nicht selten an Obscura erinnert. Spawn Of Possession legen dabei weit weniger Wert auf Eingängigkeit, sondern mehr auf das Erzeugen von offenen Mündern bei der Hörerschaft. Die Band ist nämlich noch einmal deutlich abgefahrener und technischer unterwegs. Die Gitarrenakrobatik ist äußerst rasant und in wilde Rhythmen eingebettet. Der Härtegrad ist recht hoch, allerding ist die Gesamtästhetik eher filigran als brutal. Die Band bekommt meist die Kurve von der reinen Zurschaustellung musikalischer Fähigkeiten zu schlüssigem Songwriting, ist jedoch gefährlich oft dran, das Ziel aus den Augen zu verlieren. So dauert „The Evangelist“ gut zehn Minuten, in denen nur schwerlich ein roter Faden zu erkennen ist. „Incruso“ ist damit wirklich nur ein Album für echte Liebhaber von äußerst kunstvollem und technischem Death-Metal. (rg)




