Primitive Weapons - The Shadow Gallery
Primitive Weapons aus Brooklyn bestehen erst seit 2010 und nahmen ihre erste EP mit Noise Spezialist Alex Newport auf. Jetzt veröffentlicht die Truppe um Arthur Shepherd (ex-Mind Over Matter, ex-Errortype:Eleven) ihr erstes Album. Die Band ist grob im Post-Hardcore Umfeld angesiedelt, geht aber auch hier sehr eigenwillig zu Werke. Man nehme frühe Cave In, die wummernden Sludge Momente von Kylesa, die bedrückende Schwere von Tombs und wirft etwas verschrobenen D.C.-Noises Sound dazu. Den letzten Schliff erhält das Ganze durch eine gewisse Leichtfüßigkeit und überraschenden Zugang zu Melodien und Griffigkeit. Primitve Weapons sind keineswegs eine leicht zu verdauende Band. Sie versetzt permanent Schläge in die Magengrube, man wird immer recht bösartig angeschrien und die Songs folgen selten einem geradlinigen Muster. Doch wird man von spannendem Songwriting, unvorhergesehenen Wendungen, dichter Atmosphäre und coolen Riffs entlohnt. Immer wieder zeigt die Band neben ihrer verschrobenen Seite auch überraschend eingängige Melodien und Gesänge, die sich hervorragend in den Gesamtsound einfügen und den Hörer quasi hinten rum einlullen. In den Songs passiert viel, vieles bekommt man erst nach mehrmaligem Hören mit. „The Shadow Gallery“ ist ein sehr facettenreiches und ebenso eigenständiges Album. Fans der oben genannten Bands sollten unbedingt ein Ohr riskieren. Primitive Weapons sind ein wirklich heißer Newcomer in der Post-Hardcore Ecke. (rg)




