Biohazard - Reborn In Defiance
Jetzt erst recht wiedergeboren also. In Originalbesetzung wollten die Brooklyn-Recken es noch mal wissen und fanden sich für dieses Album überraschend wieder zusammen – Sänger und Bassist Evan Seinfeld ist aber mittlerweile schon wieder von Bord gegangen und widmet sich erneut seiner Karriere im Porno-Business. Wenn man sich das Album so anhört, wundert das, denn so schlecht ist es nun auch nicht. Im Prinzip war nach dem dritten Album damals schon alles gesagt, 2011 wirkt die Band in den besten Momenten zwar immer noch stark, meist aber irgendwie deplaziert. Zumindest bei mir hatte das Hören der 13 neuen Songs zur Folge, dass ich mir im Anschluss „Urban Discipline“ und „State Of The World Address“ nochmal angehört habe. Das waren damals richtig gute Alben. Neue Fans dürften sie mit diesem Album nicht gewinnen und auch wenn sie in Interviews beteuern, dass sie jetzt auch ohne Evan erst recht weiter machen, die Shows im Vorprogramm von Suicidal Tendencies sprachen eine deutliche Sprache. Wenn man selbst bei der Stuttgart-Show, wo bestimmt etliche Vertreter des aktuellen Labels anwesend waren, so lustlos ans Werk geht, dann kann da was nicht in Ordnung sein. (tj)




