Eluveitie - Helvetios
Die Schweizer haben es in diesem Fall zwar ausnahmsweise mal nicht erfunden, aber die eidgenössischen Eluveitie fügen seit ein paar Jahren sehr erfolgreich (alt)bekanntes perfekt zusammen und explodieren besonders live in erfrischender und mitreißender Spielfreude. Im Kern ist das zum einen Death Metal der alten, schwedischen Schule. Hinzu kommt der auf entsprechenden Instrumenten dargebotene, dudelige Folkinput und die opulenten Momente, in denen sie das ganz große Fass aufmachen und filmmusik-artig loslegen – da kommt dann gern auch der Frauengesang verstärkt zum Einsatz. „Helvetios“ zeigt die Band auf ihrem Zenith, Songs wie „Thousandfold“ oder „Quoth The Raven“ sind jetzt schon Hits, die zukünftig wohl bei keinem Konzert fehlen werden. Mittlerweile auch längst international enorm erfolgreich, fahren sie die perfekte Produktion auf und geizen nicht mit großen Namen. Wie schon beim vorigen Album, setzten sie wieder auf's gleiche Team: Produziert hat Tommy Vetterli (Coroner, Kreator), den Mix übernahm Colin Richardson (Machine Head, Slipknot, Carcass, Fear Factory usw.) und gemastert hat doch tatsächlich John Davis (U2, Led Zeppelin etc.). Bei so viel Glanz und Gloria fällt es auch gar nicht mehr groß ins Gewicht, dass sich auch ein paar eher unspektakuläre Kompositionen (wie etwa „Neverland“ oder „Havoc“) eingeschlichen haben, das fünfte Album von Eluveitie ist ohne jede Frage ein Erfolg! Die limitierte Erstauflage kommt sogar mit Bonustrack und DVD . (tj)




