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Everything Went Black - Cycles Of Light

Label: Prosthetic Records  •  VÖ-Datum: 17.01.2012 •  Genre: Hardcore / Metal  •  Wertung:5,5 / 7

User-Wertung: keine  •  Januar 2012

Über die Jahre hat sich der Begriff Metalcore in manchen Kreisen zu einer Art Schimpfwort entwickelt, wofür sicherlich die unüberschaubare Masse an Bands, die diesem Genre frönen und kaum das Mittelmaß erreichen, verantwortlich ist. Hin und wieder tun sich allerdings neue Combos hervor, die wie ein Silberstreif am Horizont beweisen, dass in der Kategorie des Metallischen Hardcore immer noch Leben steckt. Everything Went Black aus St. Louis sind so eine Band, die trotz – oder vielleicht wegen – ihres erst kurzen Bestehens mit einer Frische und Kreativität aufwarten, die in diesen Gefilden ihresgleichen suchen kann. Vor allem ist es der düstere, böse Sound, mit dem die Jungs auf ihrem Erstwerk „Cycles Of Light“ überzeugen können. Wem Cursed noch im Gedächtnis sind, wird beim Hören dieses Albums sicherlich an die 2008 aufgelöste Combo aus Vancouver erinnert werden, zumindest vom Klang her. Zwar können durchaus noch weitere Referenzen angegeben werden, die von The Hope Conspiracy, über Entombed bis hin zu Black Flag reichen, aber nichts an der Tatsache ändern, dass „Cycles Of Light“ – nicht nur für ein Debütalbum – ein richtig gutes, zu hundert Prozent eigenständiges Werk ist. Intelligentes Songwriting bietet die Basis für eine erfolgreiche Vermischung aus schwerem, teils schleppendem Metal, aggressivem, voll nach vorne gehendem Hardcore und einer ordentlichen Portion angepisster Punkattitüde. Manchmal schwer stampfend, manchmal rasend, aber immer auf den Punkt. Da kommt Stimmung auf. Klar, das Rad wird von Everything Went Black natürlich nicht neu erfunden, aber sie werfen so viel Spielwitz und -freude in die Waagschale, dass man gar nicht anders kann, als diese Platte zu mögen. Wer sich des Streams über die Bandwebsite bedienen möchte, sollte auf jeden Fall in „Gods Of Atlantis“ reinhören, um die metallische Seite des Quintetts zu erleben. „Thorn Feeders“ bietet im Gegensatz dazu einen Einblick darin, was passiert, wenn die Herren mal ein paar Gänge hochschalten. An vorletzter Stelle wartet mit „Kingdoms“ auf den geneigten Hörer nochmals eine echte Perle, die alle Vorzüge von „Cycles Of Light“ vereint. Fazit: Für die HC-Fraktion ebenso geeignet, wie für die Metalheads. Hörspaß garantiert. (cj)

2012-01-27 Helldriver Magazine Über die Jahre hat sich der Begriff Metalcore in manchen Kreisen zu einer Art Schimpfwort entwickelt, wofür sicherlich die unüberschaubare Masse an Bands, die diesem Genre frönen und kaum das Mittelmaß erreichen, verantwortlich ist. Hin und wieder tun sich allerdings

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