The Mighty Mighty Bosstones - The Magic Of Youth
The Mighty Mighty Bosstones gründeten sich bereits 1983 und haben in dieser Zeit so ziemlich alles durchgemacht. Von kargen Anfangszeiten über kommerzielle Erfolge und zurück in den Underground bis hin zur vorübergehenden Trennung. Dabei wurden sowohl echte Klassiker als auch eher durchschnittliche Platten veröffentlich. Ihr letztes Album „Pin Points And Gin Joints“ ging zumindest hierzulande eher unter und gehört auch nicht unbedingt zu den Sternstunden der Jungs. Jetzt ist die Band mit „The Magic Of Youth“ zurück und der Titel scheint Programm zu sein. Von Ermüdungserscheinungen des Alterns ist bei der Band jedenfalls nichts mehr zu spüren. Die neuen Songs bieten wieder typische Bosstones Kost. Die Band klingt so frisch und engagiert wie sie zuletzt auf „Let´s Face It“ von 1997 klang. Von der abgehangenen Ska Einfallslosigkeit ist nichts mehr vorhanden. Zwar vereinen die neuen Songs all die Trademarks des Stils, aber eben auch viel mehr. So sind die Bosstones nach wie vor rauer und kantiger als die meisten Genrekollegen. Das spiegelt sich auch in den neuen Songs wieder. Die Melodien sind eingängig wie eh und je. Im Handumdrehen hat das Oktett den Hörer um den Finger gewickelt und es stellt sich unweigerlich gute Laune ein. Doch von hohler Guter-Laune-Party Musik sind die Bosstones meilenweit entfernt: Die Riffs sind messerscharf und von nervigem Ska-Off-Beat keine Spur. Die charismatische Stimme von Frontmann Dicky Barret verleiht den Songs das nötige Maß an Coolness. Die Bosstones haben mit diesem Album zu ihrer alten Form zurück gefunden und gezeigt, dass nach wie vor mit ihnen zu rechnen ist. Bleibt zu hoffen, dass sie sich auch bald auf deutschen Bühnen blicken lassen. (rg)




