Pianos Become The Teeth - The Lack Long After
Erst im April wurde das erste Lebenszeichen von Pianos Become The Teeth aus Baltimore hierzulande veröffentlicht. Schon jetzt steht die Band mit ihrem zweiten Album in den Startlöchern. Die Band ist ihrem Stil, Screamo im ursprünglichen Sinn, treu geblieben und hat sich in der recht kurzen Zeit beachtlich weiterentwickelt. Wurde auf dem Debüt noch sehr energisches, aber stellenweise leider auch zielloses, Songwriting geboten, ist schon nach dem Opener „I´ll Be Damned“ klar, dass man dazugelernt hat. Die acht neuen Songs sind alle deutlich kompakter und trotz einer Spielzeit jenseits der fünf Minuten nie ausufernd. Die Jungs haben heute deutlich stärkerer Riffs auf Lager. Die Songs vermögen tatsächlich mitzureißen. Ob in einem turbulenten Strudel der sich überlagernden Gitarren oder in ruhigen Momenten, die Band nimmt den Hörer immer mit. Vor allem klingen die nach wie vor fast ausschließlich geschrienen Vocals deutlich überzeugender. So bleibt im Gegenteil zum Vorgänger auch mal was beim Hörer hängen. Die Band schafft es dieses Mal auch besser, ihre Leidenschaft in den Songs festzuhalten. Insgesamt ist „The Lack Long After“ aber keinesfalls ein einfach zu verdauendes Album. Die Songs sind zwar zugänglicher geworden, insgesamt aber noch immer recht komplex. Man braucht schon etwas Zeit, um sich in das Album hinein zu finden. Pianos Become The Teeth haben mit diesem Album etwas geschaffen, was tatsächlich das Zeug dazu hat, an die Screamo Blütezeit anzuknüpfen. (rg)




